. Eine einfache Maßnahme zur Beschleunigung der Katalysatoraufheizung ist die Verringerung der Wärmeverluste der Abgase auf dem Weg zum Katalysator. Dies realisiert man durch Reduzierung der Wanddicke und damit der Wärmekapazität der gasführenden Bauteile (Krümmer und Vorrohr). Aus Festigkeitsgründen bei den zum Teil erheblichen thermischen und mechanischen Belastungen muss das dünnwandige gasführende Rohr durch ein dickeres Außenrohr gestützt werden. Idealerweise entsteht zwischen den beiden Rohren ein isolierender Luftspalt, der Wärmeverluste nach außen reduziert und damit das Temperaturniveau vor dem Katalysator anhebt. Ein weiterer Vorteil der Luftspalttechnik ist die bei hohen Temperaturen stark nachlassende Isolationswirkung (Wärmestrahlung), die eine thermische Überlastung des Katalysators verhindert. In Abhängigkeit der jeweiligen Applikation sind HC- und CO- Emissionsvorteile bis zu 30% darstellbar. Bei extrem dünnen Innenrohren übersteigt der konstruktive Aufwand bei weitem den Nutzen, so dass Wanddicken unter 0.6 mm nicht mehr sinnvoll sind.
© 2006 - 2010 by Dr.-Ing. E.h. Richard van Basshuysen und Prof. Dr.-Ing. Fred Schäfer - Entwicklung: REIMEDIA GmbH